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Disc-Golf ist die neueste Attraktion auf unserem Hof. Der Parcours unserer Disc-Golf-Anlage mit neun Bahnen verläuft um den gesamten Hof herum. Rund um das Hofgebäude, durch den Wald, über Wiesen und durch einen Teich. Lassen Sie sich die neueste Attraktion nicht entgehen.

Disc-Golf - das ist wie Golf spielen ohne Ball und ohne Schläger. Denn die meisten Spielregeln entsprechen denen des echten Golfspiels. Das Sportgerät beim Disc-Golf allerdings sind Frisbee-Scheiben, die - ähnlich wie beim Golfspiel - für lange Distanzen, Annäherungen oder das so genannte "Putten" verschieden geformt sind. Was beim Golfen das "Loch" zum "Einputten" ist, stellt beim Disc-Golfen der Korb dar:

Ein 1,40 Meter hoher Ständer mit einem in 80 Zentimeter Höhe angebrachter Korb von 60 Zentimeter Durchmesser, über dem ringsum Ketten die Scheibe abbremsen.

Die Frisbee-Scheiben mit 21 Zentimetern Durchmesser und einem Gewicht von 170 Gramm sind aus aerodynamischen Gründen besonders geformt: Zum Weitwurf keilförmig an der Oberfläche, zur Annäherung und zum Putten mit höherem Rand.

Neue OZ vom 25.10.2004

Fliegende Scheiben statt fliegender Bälle
"Vorsicht, Ufos!" Im Glandorfer Ortsteil Sudendorf auf dem 42-Hektar-Dinkelhof von Ulla und Heinrich Horstmann direkt neben der Bever flogen sie ziemlich tief. Nein, nicht Ufos, sondern runde Scheiben aus den Händen von Sportlern. Ein Disc-Golf-Turnier vereinte die deutsche Spitzenklasse hier im äußersten Süden des Landkreises Osnabrück, unmittelbar an der Grenze zum westfälischen Milte, zum sportlichen Vergleich.

Auf dem mehr als 750 Jahre alten Hof Horstmann, der bislang durch Dinkelanbau, Freizeitangebote und Heu-Hotel sowie eine Neun-Loch-Golfanlage bekannt wurde, gibt es seit dem Frühjahr eine Neuerung: Eine Disc-Golf-Anlage, die nun zum Ziel der Freunde dieser Sportart geworden ist, die aus den USA kommt und seit 1982 in Deutschland gespielt wird. Heinrich Horstmann sieht "Disc-Golf als Freizeitsport für die Bevölkerung. Denn man kann es zu jeder Jahreszeit spielen."

"Disc-Golf", sagt der Turnierleiter und aktueller deutscher Vizemeister im Doppel, Andreas Thöne aus Grebenstein bei Kassel, "ist ein Sport für die ganze Familie." Die Voraussetzungen seien lediglich Konzentration und eine gewisse Intelligenz, es bedürfe keiner besonderen Körperkraft, aber Erfahrungen seien sicher von Vorteil für das Erzielen von guten Ergebnissen. Bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie beim Europa-Cup spielten die Deutschen bereits eine große Rolle, erzählt Thöne. So sei ein Spieler im Jahr 2000 mit 217 Metern Weitwurf-Weltmeister geworden.

Die Anlage bei Horstmann verfügt über einen Vier-Hektar-Parcours mit neun Bahnen, die rund um das Hofgebäude über Wiesen, auch mit einem Teich, und durch Eichenwald angelegt sind. Als "Soll" sind drei Würfe je Bahn vorgegeben - für Anfänger sicher nicht zu erreichen, für Spitzen-Disc-Golfer jedoch angestrebtes Ziel, das bei diesem Turnier gleich etliche schafften, so auch Axel Sieburg aus Dassel, der mit einer 22er-Runde einen Platzrekord erzielte. Nach drei Runden sowie einer Finalrunde kam Sieburg so mit insgesamt 104 Würfen auf Rang zwei vor Thöne (105), den Sieg holte sich jedoch bei 23 Teilnehmern Klaus Kattwinkel aus Engelskirchen mit glatten 100. Osnabrücker Spieler waren (noch) nicht am Start.